From Hausarbeit

Genres im Audio (only) Game

Ein Forschungsbericht Das Computerspiel hat sich längst zu einem Unterhaltungsmedium entwickelt, dessen Umsätze die der Filmindustrie übersteigen. Da sein Fortschritt sich vor allem auf eine visuelle Entwicklung beschränkt, sind Menschen mit visueller Beeinträchtigung von seiner Rezeption weitgehend ausgeklammert. Mit den sogenannten Audio Games wurden Anfang des neuen Jahrtausends jedoch erste Spiele entwickelt, die die vernachlässigte Zielgruppe bedienen sollen. Insbesondere im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext existiert hinsichtlich der Untersuchung dieser Spiele eine große Forschungslücke. Das Ziel des Berichts ist es, zu klären, welche Arten von Audio Games es gibt, welche Genres bei den Audio Games dominieren und wie diese Genres sich auditiv…

Inszenierungsanalyse: Der Gott des Gemetzels – die Maske der Kultiviertheit auf der doppelten Ebene der Performativität

Kulturelle Präsentationen sozialer Rollen der Figuren im Rahmen der schauspielerischen Darstellung zum Erspielen der Figuren Anhand einer Inszenierungsanalyse des Stücks Der Gott des Gemetzels nach Yasmina Reza wird eine doppelte Performativität zwischen der eigenen Persönlichkeit der Darsteller und der dargestellten Figur untersucht. Im Stück treffen zwei Elternpaare aufeinander ob einer handgreiflichen Auseinandersetzung ihrer Söhne, wobei sich das vermeintlich kooperative Gebaren der Eltern nach und nach als nur mehr vorgetäuschte Zivilisiertheit herauskristallisiert. Die Eheleute Houillé haben die verheirateten Reilles zu Gast, nachdem deren Sohn dem Sprössling der Houillés mit einem Stock Zähne ausgeschlagen hat. Jurist Alain Reille – mehr mit seinem…

„Framing Europe“ aus Gewinner- und Verliererperspektive

Eine Untersuchung zur Berichterstattung aus Deutschland und Spanien zu den Europawahlen AFD, UKIP, Front national – die Stimmen der EU-Skeptiker werden seit Ausbruch der Eurokrise 2009 allerorts in Europa lauter. Doch nicht alle europäischen Staaten leiden wirtschaftlich in gleichem Maße unter den Auswirkungen. In Medienberichten wurde vor den letzten Europawahlen von „Gewinner“- und „Verliererländern“ der Eurokrise gesprochen. In dieser Arbeit habe ich mich mit den Unterschieden in der Medienberichterstattung eines „Gewinnerlandes“ und eines „Verliererlandes“ der Krise auseinandergesetzt; und der Frage, ob die „Verliererländer“ wegen der Wirtschaftssanktionen der EU womöglich kritischer über diese berichten. Um dieser Fragestellung auf den Grund zu…

Wo Unsichtbares sichtbar wird und die Ursache unsichtbar bleibt

Jean-Luc Godards Le Mépris als Versuch einer Reflexion auf das Kino Die Tatsache, dass der Zuschauer im Kinosaal dem immersiven Potenzial medialer Bilder unterworfen ist, lässt uns vergessen, dass auch die auf der Leinwand abgebildete Geschichte erst erzählt und gesehen werden kann, wenn ihr der Blick einer technischen Apparatur vorausgeht. Jean-Luc Godard lotet in seinem Film Le Mépris die Grenzen der filmischen Darstellung aus, indem er die bildgenerierende Existenz der Kamera nicht verschweigt, sondern ins filmische Bild einschreibt. Bereits im Prolog gibt er den Blick auf die Kameralinse frei und offenbart den Ursprung des filmischen Bildes, dessen Abwesenheit eigentlich Garant sein…

Mediale Selbstreferentialität am Beispiel von Woody Allens The purple rose of Cairo

  Ausgefeilte Regelverstöße gegen die gängigen Konventionen des klassischen Hollywood- Kinos sowie das Spiel mit dem Verschwimmen von Fiktion und Realität, von Künstlichkeit und Authentizität sind charakteristisch für die Filme des Regisseurs Woody Allen. So setzt er sich in seinen Werken immer wieder auf eine reflexive und selbstreferentielle Weise mit den medialen Modalitäten des Films, der Filmproduktion und der damit verbundenen Welt Hollywoods auseinander. Er legt dadurch Strukturen dieser Welt offen, die bei der gängigen Filmrezeption normalerweise verborgen bleiben. Auch in seinem 1985 erschienen Film The Purple Rose of Cairo ist die Beschäftigung mit dem Medium Film ein wesentliches Gestaltungselement.…

Gender in The Walking Dead

Eine medienwissenschaftliche Analyse der Serie The Walking Dead aus einer feministischen Perspektive auf stereotype Darstellung von Männern und Frauen Fernsehen ist das weltweit am meisten verbreitete Massenmedium und ein wichtiger Teil unserer Alltagskultur. Zurückgehend auf Judith Buttler ist kein Teil der Identität angeboren, sondern entwickelt sich durch soziale Einflüsse. Ehemals patriarchalisch Gesellschaftsstrukturen sind heute zwar aufgeweicht, die Arbeits- und Funktionsteilung in den Lebenswelten von Männern und Frauen sind jedoch oft getrennt. Frauen werden vor allem private Belange zugeschrieben, wie die Versorgung und Pflege der Angehörigen. Dagegen ist Gewalt historisch betrachtet eine männliche Eigenschaft und ein Privileg des Mannes. Gewalt stellt…