StuZ MuK unterwegs: Facebook für Redaktionen

Der Walled Garden, ohne den es nicht geht? Bericht von der Social Media Week 2016 in Hamburg

Vom 22. Februar bis zum 26. Februar drehte sich in Hamburg alles um die #smwhh2016. Social Media Week, das bedeutet eine Woche lang Programm in Form von Panels, Workshops oder Vorträgen und das mit äußerst interessanten Gästen.

Wir, Anastasia und Alena, waren dieses Jahr für Euch auf der #smwhh und haben uns unter die Teilnehmerinnen des Panels Facebook für Redaktionen: Der Walled Garden, ohne den es nicht geht? gewagt. Diese Veranstaltung fand auf der großen Bühne der Markthalle statt und wurde von Meike Richter, Beraterin und Strategin im Bereich Social Media beim NDR, moderiert.

Gespannt und bereit für das circa 60-minütige Panel saßen wir, ausgerüstet mit Notizblock, einem Stift und zwei offenen Ohren, zwischen den anderen Teilnehmerinnen. Was sofort auffiel: Hier wird Social Media nicht nur diskutiert, hier wird Social Media gelebt! Sei es durch Social Media Wall, Livestream oder die Verwendung der korrekten Hashtags #smwhh, #smw, #smwhh2016 beziehungsweise konkret für diese Veranstaltung #smwhhfb-, um Fragen an die diskutierenden Gäste zu stellen.

Grobes Thema war das Wechselspiel zwischen dem sozialen Netzwerk Facebook und den Redaktionen, die auf Facebook präsent sind. Um bessere Reichweiten und Ladezeiten zu erreichen, binden Redaktionen dabei ihre Bilder, Videos oder Instant Articles direkt auf Facebook ein. Die Folge: Der Online-Auftritt der Zeitung verliert an Bedeutung. Unter den diskutierenden Gästen waren einerseits zwei Praktiker, Torsten Beeck (Der Spiegel, Spiegel Online) und Rike Woelk (tagesschau.de), sowie andererseits die Wissenschaftlerin Wibke Loosen (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) anwesend.

Während Torsten Beeck und Rike Woelk die Diskussion mit Gründen, Erfahrungen und positiven sowie negativen Aspekten der Zusammenarbeit mit Facebook füllten, hob Wiebke Loosen das Gespräch mit Befunden aus der Forschung auf eine wissenschaftliche Ebene.

Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass Gespräch die Veranstaltung näher beschreibt als der Begriff Diskussion. Denn die drei Gäste, besonders Torsten Beeck und Rilke Woelk, schienen eine ähnliche, sich eher ergänzende als gegensätzliche Meinung hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Facebook, insbesondere Instant Articles, zu vertreten. Dabei seien drei Aspekte zu nennen, die in der Argumentation besonders häufig fielen: schnelle Ladezeiten, junge Menschen erreichen, sich für neue Entwicklungen öffnen. Das Ergebnis der Gesprächsrunde lautete: Redaktionen kommen in Zukunft nicht an einer Kooperation mit sozialen Netzwerken vorbei, wenn sie die Anzahl ihrer (jungen) Nutzer weiterhin aufrechterhalten wollen.

Wir verließen die Veranstaltung mit interessanten und neu gewonnenen Erkenntnissen zum Einfluss reichweitestarker sozialer Netzwerke auf den Journalismus.

Wir sehen uns nächstes Jahr auf der #smwhh17!

Alena Hermann und Anastasia Revitch

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